Donnerstag, 31. Dezember 2009
Samstag, 12. Dezember 2009
Samstag, 5. Dezember 2009
Liebe Freunde,
wie gehts euch allen denn? Ich denke mal, ihr watet jeden Tag durch meterhohen Schnee zur Arbeit oder zur Schule und befindet euch in einem vorweihnachtlichen Rauschzustand. Oder vielleicht doch eher Regentropfen statt Schneeflocken und Ekelweter? Wenigstens die bevorstehenden Feiertage werden dem ein oder anderen ein Lichtblick sein.
Hier ist rein gar nichts von einer Vorweihnachtsfreude zu sehen oder zu spüren, ausser einem Stand im mercado der Plastikweihnachtsbäume anbietet, habe ich hier noch kein Weihnachten erblickt. Macht allerdings auch nichts!! Weihnachten ist sowieso daheim am schönsten... Obwohl das Wetter die letzten Tage sogar erträglich war, nur um die 25 Grad, ists ingesamt einfach zu warm für ein Weihnachtsfest, wies sich ein Mitteleuropäer so vorstellt. Bin sehr gespannt wies wird.
Alltag und Arbeit:
Also erstamal, Camiri ist eine der fünf Einsatzstellen, die uns Volunta anbietet und die man in einem dreimonats Rythmus besuchen kann. Nach den tollen, dreiwöchigen Weihnachtsferien, die für uns schon am 20. Dez. beginnen, werde ich nach Cajamarca wechseln, einer kleiner Zusammenschluss von Häusern, die es nicht wert sind Dorf genannt zu werden. Befindet sich zwei Stunden von Sucre und liegt in einem herrlichen Eukaliptoswald. Freu mich sehr auf die dortige Arbeit, auf die Stille des Waldes und die Einsamkeit. Der tapfere Wikinger Paul wird mich dorthin drei Monate lang begleiten. Liegt übrigens auf 3300 metern Höhe.
Damit ihr nicht denkt, ich wär mur am Motorrad fahren und Urlaub machen kommen jetzt paar knallharte Fakten meines straffen Arbeitsalltag:
Fünf Uhr morgens aufstehen, Morgenappell!!!!
Witz!! Hier in Camiri ists hauptsächlich warm. Vor zwei Wochen habe ich eine neue Arbeitsstelle angetreten. In der casa de la cultura unterrichten die Hannah und ich drei Stunden täglich feinstes Englisch. Wir haben ab 8.30 Uhr zwei Anfängerkurse mit ungefähr 20 Leuten, fast nur Kinder, ab 10.30 Uhr dann einen Kurs für die Vortgeschrittenen. Obwohl mein Spanisch noch immer in Anfängerstadium ist, klappts eigentlich ganz gut. Da jedoch viele der Kinders, vorallem die Mädchen, ganz schüchtern sind und fast nur flüstern, ists einfach nicht leicht sie zu verstehen. Der normale Bolivianer gestikuliert wild, führt grandiose Akrobatischekunststücke mit seinen Stimmlagen vor und ist meist relativ leicht auch mit wenig Worten zu verstehen. Da ists bei den kleinen schon schwieriger. Nach getaner Arbeit gehts dann schon zurück ins Zivinest, wo man die Elli schon beim Fleisch brutzeln sieht und hört( ds herkömliche Mal eines Bolivianers besteht zu 90% aus Fleisch, wobei Elli auf eine ausgewogene Ernährung achtet).
Nach dem leckeren Essen und einer meist viel zu kurzen Verschnaufpause, brechen der Jonas und ich dann auf die Granja auf, eine Schweine -und Hühnerzucht, die nebenbei noch Kühe besitzen und viel Feldarbeit betreiben. Dort müssen wir allesmögliche machen. Hat relativ oft mit den Hinterlassenschaften animalischer Mägen zu tun. Ist harte Arbeit, macht jedoch richtig Spass und ist n toller Ausgleich, da wir fast kein Sport machen. (Hitze)
Die letzten Tage verbrachten wir mit Miguel und seinen Arbeitern auf den Feldern und haben da hauptsächlich gesäht, Zäune gebaut und im Weg herumliegendes Holz beseitigt. Die Landschaft dort ist unbeschreiblich schön, vor allem zur Zeit, da die Regenzeit angebrochen ist und alles grünt und blüht. Ich glaube, die Zeit ist hier ein Segen für Land und Leute, da es hier erstens viele Selbstversorger gibt und die den Regen einfach nötig haben und zweitens, da er eine ungeheuere Abkühlung bringt. Für uns zumindest ists a Traum...Nicht dass ihr ein falsches Bild von der Regenzeit bekommt, so wie ich es anfangs hatte. Es gibt keine monsunartigen Regenfälle, die tage- oder wochenlang dahinströmen. Es handelt sich eher um entweder kurze, recht heftige Regenstösse oder Nieselregen. Falls dann doch die Sonne rauskommt, kann man sich sehr schnell an ihr verbrennen, deswegen oberste Regel: Trage immer einen Hut! Da passierts ab und zu, dass man sich wie ein echter Cowboy fühlt mit seinem Hut. Man schaut von der Arbeit auf, blickt um sich in die herumliegenden Berge, beobachtet die grasenden Kühe und geniest den Moment. Man baut Zäune mit selbst geschlagenen Holz und weiss was man gmacht hat. Ist echt toll, Photos folgen, vergess nur jeden Tag meine Cam. Aber am Montag dann...
So. Bis bald
Adieu
wie gehts euch allen denn? Ich denke mal, ihr watet jeden Tag durch meterhohen Schnee zur Arbeit oder zur Schule und befindet euch in einem vorweihnachtlichen Rauschzustand. Oder vielleicht doch eher Regentropfen statt Schneeflocken und Ekelweter? Wenigstens die bevorstehenden Feiertage werden dem ein oder anderen ein Lichtblick sein.
Hier ist rein gar nichts von einer Vorweihnachtsfreude zu sehen oder zu spüren, ausser einem Stand im mercado der Plastikweihnachtsbäume anbietet, habe ich hier noch kein Weihnachten erblickt. Macht allerdings auch nichts!! Weihnachten ist sowieso daheim am schönsten... Obwohl das Wetter die letzten Tage sogar erträglich war, nur um die 25 Grad, ists ingesamt einfach zu warm für ein Weihnachtsfest, wies sich ein Mitteleuropäer so vorstellt. Bin sehr gespannt wies wird.
Alltag und Arbeit:
Also erstamal, Camiri ist eine der fünf Einsatzstellen, die uns Volunta anbietet und die man in einem dreimonats Rythmus besuchen kann. Nach den tollen, dreiwöchigen Weihnachtsferien, die für uns schon am 20. Dez. beginnen, werde ich nach Cajamarca wechseln, einer kleiner Zusammenschluss von Häusern, die es nicht wert sind Dorf genannt zu werden. Befindet sich zwei Stunden von Sucre und liegt in einem herrlichen Eukaliptoswald. Freu mich sehr auf die dortige Arbeit, auf die Stille des Waldes und die Einsamkeit. Der tapfere Wikinger Paul wird mich dorthin drei Monate lang begleiten. Liegt übrigens auf 3300 metern Höhe.
Damit ihr nicht denkt, ich wär mur am Motorrad fahren und Urlaub machen kommen jetzt paar knallharte Fakten meines straffen Arbeitsalltag:
Fünf Uhr morgens aufstehen, Morgenappell!!!!
Witz!! Hier in Camiri ists hauptsächlich warm. Vor zwei Wochen habe ich eine neue Arbeitsstelle angetreten. In der casa de la cultura unterrichten die Hannah und ich drei Stunden täglich feinstes Englisch. Wir haben ab 8.30 Uhr zwei Anfängerkurse mit ungefähr 20 Leuten, fast nur Kinder, ab 10.30 Uhr dann einen Kurs für die Vortgeschrittenen. Obwohl mein Spanisch noch immer in Anfängerstadium ist, klappts eigentlich ganz gut. Da jedoch viele der Kinders, vorallem die Mädchen, ganz schüchtern sind und fast nur flüstern, ists einfach nicht leicht sie zu verstehen. Der normale Bolivianer gestikuliert wild, führt grandiose Akrobatischekunststücke mit seinen Stimmlagen vor und ist meist relativ leicht auch mit wenig Worten zu verstehen. Da ists bei den kleinen schon schwieriger. Nach getaner Arbeit gehts dann schon zurück ins Zivinest, wo man die Elli schon beim Fleisch brutzeln sieht und hört( ds herkömliche Mal eines Bolivianers besteht zu 90% aus Fleisch, wobei Elli auf eine ausgewogene Ernährung achtet).
Nach dem leckeren Essen und einer meist viel zu kurzen Verschnaufpause, brechen der Jonas und ich dann auf die Granja auf, eine Schweine -und Hühnerzucht, die nebenbei noch Kühe besitzen und viel Feldarbeit betreiben. Dort müssen wir allesmögliche machen. Hat relativ oft mit den Hinterlassenschaften animalischer Mägen zu tun. Ist harte Arbeit, macht jedoch richtig Spass und ist n toller Ausgleich, da wir fast kein Sport machen. (Hitze)
Die letzten Tage verbrachten wir mit Miguel und seinen Arbeitern auf den Feldern und haben da hauptsächlich gesäht, Zäune gebaut und im Weg herumliegendes Holz beseitigt. Die Landschaft dort ist unbeschreiblich schön, vor allem zur Zeit, da die Regenzeit angebrochen ist und alles grünt und blüht. Ich glaube, die Zeit ist hier ein Segen für Land und Leute, da es hier erstens viele Selbstversorger gibt und die den Regen einfach nötig haben und zweitens, da er eine ungeheuere Abkühlung bringt. Für uns zumindest ists a Traum...Nicht dass ihr ein falsches Bild von der Regenzeit bekommt, so wie ich es anfangs hatte. Es gibt keine monsunartigen Regenfälle, die tage- oder wochenlang dahinströmen. Es handelt sich eher um entweder kurze, recht heftige Regenstösse oder Nieselregen. Falls dann doch die Sonne rauskommt, kann man sich sehr schnell an ihr verbrennen, deswegen oberste Regel: Trage immer einen Hut! Da passierts ab und zu, dass man sich wie ein echter Cowboy fühlt mit seinem Hut. Man schaut von der Arbeit auf, blickt um sich in die herumliegenden Berge, beobachtet die grasenden Kühe und geniest den Moment. Man baut Zäune mit selbst geschlagenen Holz und weiss was man gmacht hat. Ist echt toll, Photos folgen, vergess nur jeden Tag meine Cam. Aber am Montag dann...
So. Bis bald
Adieu
Freitag, 13. November 2009
Montag, 2. November 2009
Über Stock und Stein
Hallo liebe Daheimgebliebenen,
um unserem tristen und von Mojitos und Daiquiris geplagten Alltag etwas Abwechslung zu verschaffen, beschlossen Paul, der Wikinger, der kühne David und der bekloppte Bayer einen kleinen Trip ins Zivinest Cajamarca zu machen, was übrigens meine nächste Einsatzstelle sein wird. Da wir verwegen, tollkühn und voller schlechter Ideen sind, trauten wir uns mit eher
wenig Erfahrung drei schnieke Motorräder zu, auf denen unsere kommende Reise ganz besonders viel Spass machen sollte (Liebe Eltern, an dieser Stelle wollte ich nur sagen, dass wir alle wirklich sehr vorsichtig waren und jedes Risiko gewissenhaft vermieden haben).
Alsob die anfängliche Spannung mit den motorisierten Drahteseln nicht gereicht hätte, taten wir der Eva auch noch einen Gefallen, packten sie hinten auf eins der Motos und brachten sie sicher ans Ziel. Nora kam auch mit, weil, naja,.....weil sie wie wir tollkühn und verwegen ist und sich das Ganze nicht entgehen lassen wollte.
So gingen die ersten Fahrstunden also erst mal durch die äusseren Viertel Sucres um später einen sicheren Eindruck bei den Mädels zu erwecken und vor allem um ein gutes Gefühl für die Maschinchen zu kriegen. Der zuerst gefürchtete Strassenverkehr bereitete uns überhaupt keine Probleme, sondern erwies sich als einfach, vielleicht auch daher, da es hier keine Verkehrsregeln gibt und wir sie deshalb auch nicht befolgen mussten.
Auf jeden Fall lief gleich von Anfang an alles super und man wusste, das sollte ein unvergesslicher Trip werden.
mehr Sand. Nach den ersten fünf Kilometern und einem kurzen Stück auf der Piste, gabs den ersten technischen Zwischenfall: die TrittschaltungMit den Mädels hinten drauf gings also los, 25km über Stock und Stein, Sand und...noch viel des kühnen Davids brach herab und war erst nach einer Stunde wieder angebracht, da die nächste Werkstatt fern war und so weiter und so fort...Unser Verleiher hatte keine Zeit für uns und meinte, wir sollten bis morgen warten. Blöde Idee...
Vorbei an einer Mautstelle und einem atemberaubenden Blick auf Sucre, fuhren wir also dem Ziel entgegen und hatte sehr viel Spass, selbst die Mädels waren voll begeistert und hatten Vertrauen zu unserem fahrerischen Können und denMaschinen gewonnen.
Es waren wahrscheinlich nur weitere fünf Kilometer, die wir gänzlich geniessen konnten, denn dann passierte das gleiche wie zuvor: Schaltung ab und rein in die Kette. Sone Kake und verflucht sei der Mechaniker, der uns versicherte, das wir keine Probleme haben werden...
lassen und das Ganze, dann in CajaWir entschieden uns nun die Schaltung einzustecken und den David im zweiten Gang fahren zumarca zu beheben.
In Cajamarca wurden wir mit einem leckeren Grillabend begrüsst und waren eigntlich nur völlig verzaubert von diesem unbeschreiblichen Ort.
Am nächsten Tag lagen wir noch wenige Stündchen in einem schönen, kalten Flüsschen herum und freuten uns insgeheim schon wieder auf den Heimweg.
So kamen wir alle heil und in einem Stück in Sucre an, tranken noch zwei Fläschchen Singani (hier üblicher Traubenschnaps) mit unserem Verleiher und liesen das Wochenende ausklingen.
Bis bald
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