Montag, 2. November 2009

Über Stock und Stein




Hallo liebe Daheimgebliebenen,
um unserem tristen und von Mojitos und Daiquiris geplagten Alltag etwas Abwechslung zu verschaffen, beschlossen Paul, der Wikinger, der kühne David und der bekloppte Bayer einen kleinen Trip ins Zivinest Cajamarca zu machen, was übrigens meine nächste Einsatzstelle sein wird. Da wir verwegen, tollkühn und voller schlechter Ideen sind, trauten wir uns mit eher
wenig Erfahrung drei schnieke Motorräder zu, auf denen unsere kommende Reise ganz besonders viel Spass machen sollte (Liebe Eltern, an dieser Stelle wollte ich nur sagen, dass wir alle wirklich sehr vorsichtig waren und jedes Risiko gewissenhaft vermieden haben).
Alsob die anfängliche Spannung mit den motorisierten Drahteseln nicht gereicht hätte, taten wir der Eva auch noch einen Gefallen, packten sie hinten auf eins der Motos und brachten sie sicher ans Ziel. Nora kam auch mit, weil, naja,.....weil sie wie wir tollkühn und verwegen ist und sich das Ganze nicht entgehen lassen wollte.
So gingen die ersten Fahrstunden also erst mal durch die äusseren Viertel Sucres um später einen sicheren Eindruck bei den Mädels zu erwecken und vor allem um ein gutes Gefühl für die Maschinchen zu kriegen. Der zuerst gefürchtete Strassenverkehr bereitete uns überhaupt keine Probleme, sondern erwies sich als einfach, vielleicht auch daher, da es hier keine Verkehrsregeln gibt und wir sie deshalb auch nicht befolgen mussten.
Auf jeden Fall lief gleich von Anfang an alles super und man wusste, das sollte ein unvergesslicher Trip werden.
mehr Sand. Nach den ersten fünf Kilometern und einem kurzen Stück auf der Piste, gabs den ersten technischen Zwischenfall: die TrittschaltungMit den Mädels hinten drauf gings also los, 25km über Stock und Stein, Sand und...noch viel des kühnen Davids brach herab und war erst nach einer Stunde wieder angebracht, da die nächste Werkstatt fern war und so weiter und so fort...Unser Verleiher hatte keine Zeit für uns und meinte, wir sollten bis morgen warten. Blöde Idee...
Vorbei an einer Mautstelle und einem atemberaubenden Blick auf Sucre, fuhren wir also dem Ziel entgegen und hatte sehr viel Spass, selbst die Mädels waren voll begeistert und hatten Vertrauen zu unserem fahrerischen Können und denMaschinen gewonnen.
Es waren wahrscheinlich nur weitere fünf Kilometer, die wir gänzlich geniessen konnten, denn dann passierte das gleiche wie zuvor: Schaltung ab und rein in die Kette. Sone Kake und verflucht sei der Mechaniker, der uns versicherte, das wir keine Probleme haben werden...
lassen und das Ganze, dann in CajaWir entschieden uns nun die Schaltung einzustecken und den David im zweiten Gang fahren zumarca zu beheben. Während eines kleinen Päusschens am Wegesrand, gabs eine Überraschung. Die Mechaniker unseres Verleihes holten uns ein und behoben das Problem gleich...Die restliche Strecke war super, ohne Zwischenfälle und leider viel zu kurz.
In Cajamarca wurden wir mit einem leckeren Grillabend begrüsst und waren eigntlich nur völlig verzaubert von diesem unbeschreiblichen Ort.
Am nächsten Tag lagen wir noch wenige Stündchen in einem schönen, kalten Flüsschen herum und freuten uns insgeheim schon wieder auf den Heimweg.
So kamen wir alle heil und in einem Stück in Sucre an, tranken noch zwei Fläschchen Singani (hier üblicher Traubenschnaps) mit unserem Verleiher und liesen das Wochenende ausklingen.
Bis bald

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