Ich hab mich verliebt.
In dieses farbenprächtige Land der Berge und Täler,
Der Steppe, Kälte und der unendlichen Weite.
Wenn ich durch die bunten, lebhaften Strassen Sucres oder La Paz spaziere,
Dann lacht mein Herz und all die Armut und das scheinbare Elend ist für den nächsten kurzen Moment vergessen.
Ich liebe dieses Land der Strassenhunde und der stinkenden, alten Minibusse,
Die sich durch die steilen, kleinen Gassen quälen keuchend, lärmend oder bellend.
Die einen kämpfen tagtäglich ihren eigenen, kleinen Kampf ums Überleben,
Wissen wo und wann Reste übrigbleiben um einen neuen Tag zu bestreiten.
Die anderen stets auf der Suche nach Passagieren,
für deren wenig Geld sie jede Strecke hinter sich bringen werden.
Es ist ein Land dessen arme Menschen unübersehbar sind,
Und selbst dessen Reiche Angst haben, ihr Reichtum könnte von jemandem übersehen werden.
Um ehrlich zu sein, weiss ich nicht, wie ich den Menschen hier helfen kann,
Ausser Ihnen meine eigene, kleine, seltsame Kultur zu überbringen,
Das was sie aus mir gemacht hat und das was ich denke, liebe und schätze.
Vielleicht ist hier eine ganz andere Relation von Reichtum zu ergründen,
Einen Wert den man mit keinem westlichen Vermögen der Welt aufwiegen könnte.
Die Musik des Lebens Südamerikas hat mich in ihren Bann gezogen,
Das Lachen der Menschen, die Wissbegierde der Kinder, die Schönheit der Frauen.
Ob ich Ihr je wieder entgehen kann?
Mittwoch, 12. Mai 2010
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